Allgemeines

Das Gebiet um Goldberg war bereits in der Steinzeit besiedelt. Funde von Siedlungen aus der Bronze und Eisenzeit sind belegt.
Goldberg wurde 1227 erstmals urkundlich erwähnt.
Goldberg erhielt 1248 das Stadtrecht verliehen und wurde Landstadt in Mecklenburg. Als Landstadt Goldberg war es eine der Städte im Wendischen Kreis, die bis 1918 auf mecklenburgischen Landtagen der vereinten Landstädte vertreten waren.
Ein Großbrand von 1500 vernichtete Goldberg völlig. Die wieder aufgebaute Stadt blieb auch von den Wirren und Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges nicht verschont. Die Stadt Goldberg musste Einquartierungen und die Pest über sich ergehen lassen. Am Anfang des 18. Jahrhunderts war die Stadt oft Tagungsort bei regionalen Streitigkeiten. 1806 wurden tausende Preußen und Franzosen in Goldberg einquartiert die Stadt hatte damals etwa 1000 Einwohner.

Das herzogliche Amtshaus entstand zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert am Standort der früheren Burg. Eine Phase des Aufschwunges erlebte die Stadt nach 1817, als sich Goldberg nach der Erschließung einer eisenhaltigen Quelle als Kurbad (Stahlbad Goldberg) etablierte. Nach einigen Jahrzehnten starken Wachstums kam der Kurbetrieb nach 1900 jedoch wieder zum Erliegen.
Bis 1870 wurde Goldberg an das Straßennetz nach Karow, Lübz und Crivitz angeschlossen. Der Bau einer Bahnlinie von Wismar, Sternberg über Goldberg und Karow 1887 erschloss neue Gewerbemöglichkeiten. Die größte Einwohnerzahl erreichte die Stadt 1948: 5140, darunter viele Umsiedler.
Von 1952 bis 1994 gehörte Goldberg zum Kreis Lübz. 1994 wurde die Stadt in den Landkreis Parchim eingegliedert. Seit der Kreisgebietsreform liegt sie im Landkreis Ludwigslust Parchim. Am 1. Januar 2005 fusionierte die amtsfreie Stadt Goldberg mit dem ehemaligen Amt Mildenitz zum neuen Amt Mildenitz Goldberg.
Die städtische Infrastruktur, das Rathaus und einige Wohnhäuser der Altstadt wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 saniert.
Goldberg war von 1963 bis 1997 Garnisonsstadt.
1964 wurde die selbständige Artillerieabteilung 8 der NVA nach Goldberg verlegt und 1967 in Raketenabteilung 8 umbenannt.
1997 wurde der Bundeswehrstandort geschlossen.
Der Goldberger See bei Goldberg hat eine Fläche von circa 777 Hektar und eine mittlere Tiefe von zwei bis drei Meter.
Er zählt zu den besten Zander Gewässern in Mecklenburg- Vorpommern.. Zu den Fischarten am Goldberger See gehören neben Zander auch Aale, Barsche, Hechte, Schleien, Brassen, Marmorkarpfen, Graskarpfen und verschiedene Weißfische.
Der See ist von einem dichten Schilfgürtel umgeben.




